Der Themenbereich Vorbeugende Sozialpolitik

Vorbeugende Politikansätze gewinnen in den letzten Jahren nicht nur in Nordrhein-Westfalen zunehmend an Bedeutung. Zu den wichtigsten Anwendungsfeldern präventiv-investiver Sozialpolitik gehören die Bereiche Kinder, Jugend und Familie, (Aus-)Bildung, Behinderung und Inklusion sowie Migration und Integration. Darüber spielen präventive Konzepte aber auch im Bereich der Arbeitsmarkt-, der Gesundheits- und der Pflegepolitik eine wichtige Rolle. Durch möglichst frühzeitige und wirkungsorientierte Investitionen in präventive Maßnahmen und Programme, so die Erwartung, sollen zum einen die individuellen Teilhabemöglichkeiten der Adressatinnen und Adressaten verbessert und die gesellschaftliche Chancengerechtigkeit erhöht werden. Zum anderen sollen die sozialen und fiskalischen Folgekosten für Nachsorge und Korrektur gesellschaftlicher Fehlentwicklungen deutlich reduziert und dadurch mittel- und langfristig die Sozialhaushalte entlastet werden („Präventionsrendite“).

Zentrale Aufgabe des Themenbereichs „Vorbeugende Sozialpolitik“ des FGW ist, das in diesem Feld bislang noch eher verstreut vorhandene Handlungs- und Erfahrungswissen systematisch zu bündeln und aufzubereiten, die konkreten Spannungsfelder und Dilemmata zu benennen und zu analysieren, innerhalb derer sich vorbeugende Sozialpolitik bewegt, und die Ergebnisse dieser Arbeit in einen fruchtbaren Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft einzuspeisen. Durch die Förderung kleinerer und größerer Forschungsprojekte sowie durch geeignete Dialogforen und -formate will der Arbeitsbereich dazu beitragen, für die verschiedenen beteiligten Akteure und Professionen eine gesicherte Wissensgrundlage und einen gemeinsamen Orientierungs- und Bezugsrahmen zu schaffen. Die inhaltliche Arbeit des FGW orientiert sich dabei an vier thematischen Schwerpunkten:

- Ziele, Leitbilder und Konzepte vorbeugender Sozialpolitik
- Finanzierung, Steuerung und Umsetzung vorbeugender Sozialpolitik
- Evaluation und Monitoring vorbeugender Sozialpolitik
- Adressaten und Nutzerinnen vorbeugender Sozialpolitik

Themenverantwortliches Vorstandsmitglied ist

Prof’in Dr. Ute Klammer (Universität Duisburg-Essen).

Ihr Ansprechparter in der Geschäftsstelle des FGW ist

Dr. Antonio Brettschneider

Wissenschaftlicher Referent
Themenbereich Vorbeugende Sozialpolitik

Tel.:    +49 (0)211 99457105
E-Mail: antonio.brettschneider@fgw-nrw.de