09. August 2019

Von Einstellungen, Sichtweisen und Unsicherheiten - Ergebnisse aus einer Untersuchung zur sozialräumlichen Integration von Flüchtlingen in Köln und Mülheim an der Ruhr

Prof. em. Dr. Jürgen Friedrichs (Universität zu Köln), Felix Leßke (Universität zu Köln), Vera Schwarzenberg (Universität zu Köln, GIZ)

Auf einen Blick

  • • Die Studie findet grundsätzlich positive Einstellungen zu Flüchtlingen und Flüchtlingsunterkünften in Wohngebieten vor.
  • • Es zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede in unseren Untersuchungsgebieten: Mülheim-Saarn und Köln-Rondorf wirken aufgrund der Sozialstruktur vertretbar für die Unterbringung von Flüchtlingen. In Köln-Ostheim, einem Gebiet mit niedrigem Bildungsniveau und niedrigen Einkommen, gibt es mehr Ablehnung.
  • • Das zeigt, dass es für den Integrationsprozess zielführender ist, Flüchtlingsunterkünfte in Mittel- und Oberschichtgebieten, nicht in benachteiligten Wohngebieten zu errichten.
  • • Kontakte zu Flüchtlingen fördern die Sympathie und können dabei helfen, Vorurteile abzubauen. Es erscheintdaher wichtig, Schnittstellen zwischen der Anwohnerschaft und den Flüchtlingen in den Unterkünften zu schaffen.
  • • Es bedarf dringend klarer Regelungen und Verfahrensweisen, um konsistentere Entscheidungen bei der Bearbeitung von Asylanträgen zu erreichen.

Downloads:

FGW-Impuls (pdf, 4 Seiten)