17. Mai 2019

Innovation durch Kleinräumigkeit? Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe – am Beispiel der Allgemeinen Sozialen Dienste in Nordrhein Westfalen

Sebastian Dirks, Prof. Dr. Fabian Kessl, Hannah Obert

Vorbeugende Sozialpolitik sucht die Entstehung und Verstetigung sozialer Problemlagen zu verhindern. Seit einigen Jahren bewirbt sich Sozialraumorientierung im deutschsprachigen Raum erfolgreich als Leitkonzept (Programm) einer derartigen präventiv ausgerichteten Sozialpolitik. Das Forschungsprojekt geht der Frage nach der Umsetzung des Programms Sozialraumorientierung im Feld der nordrhein-westfälischen Kinder- und Jugendhilfe nach. Dazu rekonstruiert der vorliegende Bericht Wissens- und Deutungsmuster der für die Programmumsetzung relevanten Akteur_innen auf der kommunalen Erbringungsebene und der suprakommunalen Programmebene. Die Rekonstruktion dieser Wissens- und Deutungsmuster geschieht auf Basis der empirischen Datenerhebung durch Expert_inneninterviews und focus groups. Die akteursorientierte Analyse verspricht systematische Einsichten in den konkreten Implementationsprozess der Sozialraumorientierung in NRW, auf deren Basis eine bessere Passung zwischen den einzelnen Landesprogrammen und deren Umsetzung auf Landes- und kommunaler Ebene möglich sein wird. Das Projekt will mit seinen Ergebnissen zur professionellen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe wie der personenbezogenen sozialen Dienstleistungen in NRW beitragen.

Downloads:

FGW-Impuls (pdf, 4 Seiten)

FGW-Studie (pdf, 121 Seiten)