Aufgaben und Ziele des FGW

Das FGW zielt auf die Entwicklung von wissens- und erfahrungsbasierten Gestaltungsoptionen zur Stärkung des sozialen und politischen Zusammenhalts moderner Gesellschaften. In Zeiten komplexer sozialer, politischer und ökonomischer Entwicklungen will das FGW Impulse zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung im Sinne einer pluralisierten und zugleich sozial integrierten Gesellschaft geben. Über dialogorientierte Formate greift das FGW relevante Themen auf und bearbeitet diese unter Einbindung der jeweiligen Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Ein Resultat dieses Prozesses sind themenspezifische Forschungsagenden, Projektausschreibungen und Transferformate, die Mechanismen gesellschaftlicher Desintegration sowie Gestaltungsoptionen zur Gewährleistung sozialer Teilhabe in den Blick nehmen. Aus einer breiten sozialwissenschaftlichen Perspektive fragen die Themenbereiche des FGW nach

1. den Folgen und der Gestaltbarkeit einer fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt (Digitalisierung von Arbeit);

2. den sozial-räumlichen Bedingungen der Integrationschancen und Desintegrationsgefahren in Städten und Kommunen (Integrierende Stadtentwicklung);

3. den Möglichkeiten zur Einbindung pluralistischer Perspektiven und gesellschaftlich relevanter Fragen in der ökonomischen Wissenschaft und Bildung (Neues ökonomisches Denken);

4. den Chancen und Herausforderungen einer präventiven und zukunftsorientierten Sozialpolitik (Vorbeugende Sozialpolitik);

5. dem gesellschaftlichen Zustand einer Demokratie, in der zunehmend rechtspopulistische Gruppen Antworten auf soziale Fragen geben (Rechtspopulismus, soziale Frage und Demokratie).

Seit 2017 ist zudem die Koordinationsstelle für das Netzwerk Arbeitsforschung NRW am FGW angesiedelt.

Das Institut wurde im September 2014 als eigenständiger, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Die Vereinsstruktur greift die Relevanz der wissensbasierten Impulse und der Dialogorientierung des FGW auf. Ein Kollegium von derzeit acht Professorinnen und Professoren leitet den Verein und entwickelt die inhaltlichen Leitlinien. Dem wissenschaftlichen Kollegium steht ein Kuratorium beratend zur Seite, in welchem Personen aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft vertreten sind. Die organisatorische und operative Umsetzung der Vereinsziele erfolgt durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FGW-Geschäftsstelle in Düsseldorf. Das FGW wird durch das für Wissenschaft zuständige Landesministerium gefördert.

Das Transferkonzept des FGW besteht einerseits in der Publikation der Forschungsergebnisse aus den Themenbereichen durch FGW-Studien und FGW-Impulse. Das Format der FGW-Studien sind Endberichte der Forschungsprojekte, die Ergebnisse ausführlich darstellen. Zusätzlich  entsteht aus jedem Forschungsprojekt ein vierseitiger FGW-Impuls, der den Kern der Studienergebnisse umreißt. Besonders durch die FGW-Impulse soll gesichert werden, dass Ergebnisse aus der Forschung in die Politik und Zivilgesellschaft befördert werden. Dadurch soll die Vermittlungslücke zwischen Forschung, Politik und Zivilgesellschaft geschlossen werden. Bereits publizierte Studien und Impulse sind im Bereich Forschung der Themenbereiche aufgeführt.

Einen weiteren wichtigen Teil des Transfers stellen die unterschiedlichen Veranstaltungsformate dar, von themenbereichs-spezifischen Veranstaltungen bis hin zum NRW-Dialogforum, der Jahrestagung des FGW.